Barockorgel St.Laurentius, Langenhorn 
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      1759 hat der Baron von Geltingen Sönke Ingwersen, der 1715 in Langenhorn / Nordfriesland geboren und als Kaufmann auf Java sehr reich geworden war, der Kirchengemeinde Langenhorn eine neue grosse Orgel geschenkt. Die Kirche musste nach Osten vergrössert werden, um Platz für die neue Orgel zu schaffen. Das Ganze wurde dann 1762 fertig.
1898 wurde die Busch-Orgel gegen eine damals moderne romantische Orgel von dem dänischen Orgelbauer Marcussen, Apenrade, ausgetauscht. Den alten Orgelprospekt ( die sichtbaren Orgelpfeifen ) liessen die Langenhorner stehen, dahinter wurde die neue Marcussen-Orgel mit 22 Registern gebaut. Als ich ( christian j. kerschies ) 1978 in Langenhorn die Organistenstelle übernahm, war die Orgel so rott, dass sie ( nicht nur ) zu Weihnachten regelmässig zusammenbrach ... es kam mehr Wind ( Luft für die Orgelpfeifen ) aus den Wurmlöchern als aus den Pfeifen. Auf mein Betreiben wurde ein 2tes Gebläse eingebaut. 1979 legte ich dem Kirchenvorstand nahe, ´ne neue Orgel zu bau´n ... am liebsten natürlich die Busch-Orgel von 1761 zu rekonstruieren. 1980 gründeten Langenhorner Bürger dann den Orgelbauverein e. V. ( Federführend das Kirchenvorstandsmitglied Christian Sönksen ) Dieser Verein sammelte einen grossen Betrag so dass die neue/alte Orgel 1985 am Pfingstsonntag eingeweiht werden konnte. Dank des Engagements des Orgelbauers und der Orgelbaufirma Hinrich Otto Paschen wurde die Orgel fast vollständig wieder in den Zustand von 1761 versetzt.
     

Busch/Paschen Orgel, St. Laurentius, Langenhorn.
1761 von J.D. Busch, Itzehoe erbaut
und 1985 von der Orgelbauwerkstatt H.O. Paschen neu erbaut / rekonstruiert.

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Hinter der Orgel stehen die 3 Keilbälge, die über Holzkanäle die Schleifladen ( Kästen, wo die Pfeifen drauf stehn ) mit Wind versorgen. Der unterste Blasebalg ist für das Pedal, die beiden oberen sind für Hauptwerk + Brustwerk.


Der Spieltisch ( Cockpit der Orgel :o)) war von 1898 bis 1984 an der rechten Seite der Orgel. Seit 1985 ist er wieder an dem alten Platz von 1761 in der Mitte des Prospektes.

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Der Spieltisch mit den 36 handgedrechselten Registerzügen ( Kopien von alten Busch Originalen ).
Die beiden sehr schön verzierten Manuale sind ebenfalls Kopien von alten Busch Tastaturen.




Hörbeispiel:
rechte Maustaste, Ziel speichern unter ...
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Wer DSL hat, kann auch gut online vorhörn und dann entscheiden, obs gespeichert werden soll.


bach-allein-gott-inder-Höh_64Kbps.mp3

Voluntary_camidge_64Kbps.mp3

Buxtehude_Choralvorspiel.mp3





Orgelsommer 2007 in St.Laurentius, Langenhorn




Disposition der neuen Orgel
in der St.Laurentius-Kirche, Langenhorn
erbaut und rekonstruiert 1985 von H. O. Paschen -Orgelbau, Kiel
Manual ( I )
Brust ( II )
Pedal
1.Quintadena16Fuß
12. Holzgedact 8 Fuß
21.* Principahl 16 Fuß
2.* Principahl 8 Fuß
13.* Principahl 4 Fuß
22. Subbaß 16 Fuß
3. Gedact 8 Fuß
14. Rohrfloite 4 Fuß
23. Octave 8 Fuß
4. Octave 4 Fuß
15. Octave 2 Fuß
24. Gedactbaß 8 Fuß
5. Spitsfloite 4 Fuß
16. Waldfloite 2 Fuß
25. Octave 4 Fuß
6. Quinta 3 Fuß
17. Sexquialter
26. Nachthorn 2 Fuß
7. Octave 2 Fuß
18. Quinta 1 1/2 Fuß
27. Mixtur 4 fach
8. Mixtur 5 fach
19. Scharff 4 fach
28. Posaun 16 Fuß
9. Cimel 3fach
20. Hoboe 8 Fuß
29. Trommet 8 Fuß
10. Trommet 8 Fuß

30. Trommet 4 Fuß
11.Vox humana 8 Fuß


* = originale Pfeifen von 1761 / J. Daniel Busch, Itzehoe
Cimbelstern
Manual-Tremulant ( Bocktremulant für l + II, noch nicht eingebaut! ),

Brustwindschwebung (Kanaltremulant für II)
Die Schreibweise entspricht der von 1761
Koppeln: BW/HW, HW/P, BW/P. (Koppeln bei Busch 1761 sind nicht nachgewiesen)
Nr. 12 war Quintadena 8'
Nr. 18 anstelle Quinta 6' Pedal
Nr. 24 anstelle Rauschpf. 4fach
Tonumfang l + II C-f", Pedal C-d'
Stimmung: Werckmeister III
Änderungen gegenüber der Disposition von 1761:
Disposition: J.D.Busch - 1761
KMD A. Dressel
OBM H. O. Paschen
aktualisiert:  15.06.2007
 
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